Erdgas

 

 

 

 

Von den fossilen Brennstoffen der umweltfreundlichste. Die Kohlendioxidbelastung ist geringer als bei Erdöl und Kohle, aber höher als bei völlig Kohlendioxidfreien Biokraftstoffen. Wie bei jeder Verbrennung entstehen auch bei Erdgasheizung Stickstoffe.

Die Erdgasleitungen aus Dänemark können weiter ausgebaut werden, da die Erdgasfelder der Nordsee unausgeschöpft sind. Eine erweiterte Nutzung könnte dazu führen, dass Schweden Teil eines umfassenden Energiesystems wird.

Erdgas kann in Kraftwerkensowohl Heizkraft als auch Strom produzieren. Das Gas kann auch in Brennstoffzellen benutzt werden, die Elektrizität effektiver erzeugen als andere Kraftwerke. Erdgas zur Stromproduktion zu benutzen, welche später Häuser erheizen soll, ist eine reine Verschwendung.

 

 

Biokraftstoffe

Einheimischer Brennstoff. Grosser Zugang. Keine Kohlendioxidbelastung, da das Kohlendioxid, das bei der Heizung entsteht aus der Athmosphäre aufgenommen wird. Erzeugt bei der Verbrennung Stickstoffoxide. Kann bei fehlerhafter Anwendung andere Umweltschäden zur Folge haben. Eine grössere Anwendung führt zu mehr Transporten auf Strassen und mit der Bahn. Biokraftstoffe können Kraftwerke, die sowohl Strom als auch Heizkraft produzieren, treiben. Damit viel Strom erzeugt werden kann, muss der Brennstoff vor der Verbrennung in Gas umgewandelt werden. Diese Technik ist noch nicht ganz entwickelt, aber Forschungsprojekte in Finnland, Kanada und Schweden laufen.

 

 

Windenergie

Wird immer wichtiger und bald auch zu einem konkurrenzkräftgem Preis. Die Voraussetzungen sind bei dem windigen Klima Schwedens sehr gut.

Die schwedische Windenergie ist nicht besonders ausgebaut, wird aber seit einigen Jahren erweitert. Dänemark hat verglichen mit seiner Einwohnerzahl am meisten Windenergie, Deutschland liegt an zweiter Stelle. Windkraft erzeugt direkte elektrische Energie. Die Anlagen können optimiert werden indem Kraftelektronik installiert wird, die es ermöglicht, dass die Turbinen mehr Energie speichern. Forscher untersuchen die Möglichkeiten einer Effektivisierung der Generatoren.

Es wird angenommen, dass Windkraft zwischen fünf und sieben Prozent des schwedischen Energiekonsums decken könnte, ungefähr das Doppelte der zwei Reaktoren in Barsebäck.

 

 

Heizöl und Kohle

Fossile Brennstoffe mit hoher Umweltbelastung. Erzeugt auch Schwefel und Stickstoffe, welche jedoch gereinigt werden können. Kohle galt in Schweden früher als die Alternative zur Kernkraft.

Kohle erzeugt billigere Elektrizität als viele andere Primärenergien. Ein Grossteil der Elektrizitätsproduktion in Europa stammt aus kohlegeheizten Kraftwerken.

Kohlekraftwerke erzeugen Strom und Wärme. Eine Umwandlung von Kohle zu Gas, was einen höhreren Stromertrag gibt, wird in Deutschland und in den USA untersucht. Öl ergibt geringeren Schwefelgehalt als Kohle. Ansonsten sind die Umweltbelastungen in etwa gleich. Die schwedischen Ölkraftwerke werden nur bei aussergewöhnlichem Bedarf in Betrieb gesetzt.

Ölbetriebene Werke könne sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Öl kann ohne komplizierter Bearbeitung in Gasturbine geleitet werden, was ölbetriebene Kraftwerke einen hohen Stromertrag gibt.

 

 

Sonne

Die ursprüngliche Energie. Spendet wie bekannt Wärme, kann aber auch in Sonnenzellen Strom speichern. Keine Umweltbelastung, abgesehen von denen die in der Produktion und Entsorgung der Sonnenkollektoren entsteht. Sonnenenergie kann, trotz Schwedens geografischer Lage, an Bedeutung gewinnen. Die Solarenergie wird von vielen als die einzige wirklich Zukunftsenergie gesehen. Falls Sonnenzellen billiger und effektiver werden, wird Solarenergie uns nicht nur mit billigerer Elektrizität versorgen, sondern es uns auch ermöglichen, einen nahezu idealen Brennstoff zu produzieren: Wasserstoffgas.

 

 

Wasserstoffgas

Brennstoff ohne grössere Umweltbelastung. Bildet bei der Verbrennung Wasser, jedoch bei Abfluss Stickstoffoxide. Fahrzeuge, Kraftwerke und Brennstoffzellen können von Wasserstoffgas betrieben werden. Erzeugt Elektrizität und Wärme. Entsteht am besten indem elektrischer Strom Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff unt Sauerstoff trennt, hierzu benötigt man sehr billige Energie.

Die Erzeugung von Strom durch Wasserstoffgas ist heute noch zu teuer, und somit keine realistische Alternative.

Um Wasserstoffgas in grossen Mengen lagern zu können, müssen die Lagerungsmöglichkeiten noch weiter entwickelt werden. Wasserstoffgas ist brennbar, jedoch nicht gefährlicher als Benzin oder Erdgas.

Wasserstoffgas könnte in den sonnenreichen Teilen der Erde in grösserem Umfang erzeugt werden und dann in andere Gebiete transportiert werden.

 

 

Fusionskraft

In der Theorie ist Fusionskraft eine sehr interessante Alternative, jedoch glauben wenige daran, dass die notwendigen Entwicklungen in naher Zukunft abzusehen sind.

In Fusionsreaktoren werden leichte Atome in schwere umgewandelt, was viel Energie freisetzt. Fusionsreaktoren sind heute noch so kompliziert und so teuer, dass kein einzelnes Industrieland sich einen Versuchsreaktor leisten kann. Es ist sogar die Frage, ob das gemeinsame Projekt Iter, das vor etlichen Jahren initiiert wurde, durchgeführt werden kann.

 

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